Friday, April 30, 2010

Feigenbaum

Vor meinem Balkon steht ein Feigenbaum. Ich LIEBE Feigen, aber darum geht es hier nicht.
Der Feigenbaum spürt den Frühling, so wie die ganze Natur. Nur finde ich, dass der Feigenbaum ein kurliger Baum ist.

Er treibt seine Blätter und seine Früchte zur gleichen Zeit.

Sowas habe ich noch nie gesehen.
Ich kenne Fruchtbäume mit Blüten und dann diese ganze Geschichte mit den Bienen etc.
Anscheinend braucht das der Feigenbaum nicht.
Kann mir das jemand erklären?

Tuesday, April 27, 2010

Anfälle

Kennt ihr das? Ihr steht morgens auf, oder sitzt im Tram, oder im Büro oder geht einer jeglichen anderen Tätigkeit nach und plötzlich ... überkommt euch der Gluscht nach etwas zu essen? Fondue oder Schokolade oder Gummibärchen oder was auch immer? (Ich habe noch nicht rausgefunden, warum der Gluscht immer nach etwas Ungesundem ist oder kennt ihr jemanden, den der Gluscht nach ... Salat packt??? Ich nicht.)

Manchmal geht es mir auch so. Heute beispielsweise.

Ich sass im Büro, schlug mich mit den üblichen Dingen umher und ganz plötzlich überkam mich der Gluscht nach einem Stück Erdbeertorte aus der Migros (=beste Erdbeertorte dieser Welt).

Ich konnte an NICHTS ANDERES MEHR DENKEN.

Ehrlich, sowas habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Vielleicht ist dieser Temp-Job schuld daran, oder die Hormone oder whatever, doch ich konnte mich fast nicht mehr konzentrieren, so sehr MUSSTE ICH EINFACH ERDBEERTORTE AUS DER MIGROS essen.

Über Mittag war es dann soweit: Ich kaufte mir ein Stück und meine nette Arbeitskollegin half mir in der schlechten Gewissen Sektion, weil sie mit mir ein Stück mitass.

Danach ging es mir verdammt gut (obwohl ich das ja nicht fühlen sollte, von wegen der Sommer steht vor der Tür und so...). Egal. Es fühlte sich super an :-)

En Guete!

Friday, April 23, 2010

Ich hasse Abschiede

Heute ist ein denkwürdiger Tag. Leider im negativen Sinne, aber immerhin ein denkwürdiger Tag.
Heute war ich das letzte Mal bei der Coiffeuse, die sich seit 12 Jahren um meine (vielen) Haare kümmert.
Weil die Teure auswandert, nach Indien, schwanger, zu ihrem Liebsten.

Ich bin soooo traurig.

Klar bin ich glücklich für sie, sehr sogar, denn schliesslich kennen wir uns seit 12 Jahren und haben uns viel erzählt, kennen viele Facetten unserer Leben und wir sind so was wie Freundinnen geworden, obwohl wir uns privat nie trafen.
Aber der Egoist in mir (ja, ja, ich bin nicht stolz darauf) ist traurig. Richtig traurig.

Wem soll ich in Zukunft meine Haare anvertrauen? Die Jungs unter euch schütteln jetzt die Köpfe. Wenn ich ein Mann wäre, dann würde ich mich auch fragen ob diesem Blog-Eintrag. Aber ich bin eine Frau. Eine Frau, die keine 0815-Haare hat (was ja jede Frau von sich denkt). Und Silvia, meine Coiffeuse, hat das immer verstanden. Wir sind zusammen durch die flippige Phase, dann kam die rote Haare Phase, zwischendurch hatte ich immer wieder "Ich brauche Abwechslung und habe eine entsprechende neue Ideen für meine Haare"-Phase und seit ein paar Jahren begleitet sie mich auf meiner "Ich will die Haare wachsen lassen"-Phase.

Was mache ich ohne sie?

Tuesday, April 20, 2010

Lunch

Nun, da ich wieder Salat esse über Mittag, zumindest drei mal die Woche, stehe ich natürlich entsprechend Mittag über Mittag an der Migros beim Salatstand an. Und jeden Mittag wünsche ich mir, ich würde in London oder sonstwo in GB wohnen.

Schweizer können nicht Schlange stehen (andere EU-Bürger sind noch schlimmer, doch davon jetzt nicht).

Oder vielleicht ziehe ich immer die Undefinierbaren an.

Möglich, nicht?

Auf jeden Fall habe ich sicherlich jeden Tag eine vor mir, die stttuuunnndddeeennnllllaaannnggg nach dem passenden Münz sucht, obwohl hinter ihr die Schlange ssssssseeeehhhhrrrrr lange ist. Dann, und die finde ich noch schlimmer, drängt sich immer hinter mir eine so dicht an mich ran, als ob dann die Schlange schneller vorwärts gehen würde. Was die überlegen? Wahrscheinlich nichts.

Ich stehe geduldig da, lasse meine Gedanken zu einem angenehmen Themen schweifen und warte.

Und wünsche mir, ich würde ihn GB wohnen.

Saturday, April 17, 2010

Beruhigend

Heute musste ich auf meinem Spaziergang an S. denken, eine Ex-Arbeitskollegin von mir, als ich noch in Lausanne wohnte.
Damals hatten wir von unserem Büro (das ausserhalb der Stadt lag) eine wunderbare Aussicht ... auf eine Kuhweide. Manchmal mussten wir sogar die Fenster schliessen, weil uns die Kunden am Telefon nicht hörten, von wegen Glockengebimmel und so (ist das nicht schweizerisch par excellence? Die Kunden waren immer entzückt!)
Die Kühe lösten in mir keine speziellen Gefühle aus, doch meine Kollegin hat mir dann mal gestanden, sie beruhige sich ob der Sicht dieser Kühe. Sie fände, die Kühe strahlen eine solche Ruhe und Gelassenheit aus, dass, jedes Mal, wenn sie (meine Kollegin) sich gestresst fühle, einen Blick auf die braunen Dinger werfe... und sich dann gleich ruhiger fühle.

Wie gesagt, bei mir lösen Kühe keine Gefühlsausbrüche aus. Weder positive noch negative (weil es gibt ja auch Leute, die sich vor ihnen fürchten!!). Doch als ich sie (die Kühe) heute so beobachtete, musste ich zugeben, dass meine Kollegin vielleicht wirklich recht hatte.
Ich glaube nicht, dass Kühe je im Stress sind!

Friday, April 16, 2010

time for everything







Life is keeping me bloody busy these days. I am working two jobs and the weeks don't seem to have enough days...
(I am glad about this situation as I need to earn money as I want to go to Italy in May and to the U.S. of A. this summer. No money, no trips - as simple as that.)

I am not complaining, mind you.
I somehow found the time to take some pictures for some of my clients (yes, because I am working for myself as well -aren't I a busy lady??). We are working on some new flyers for them and the foto shots were really cool. I am getting really fond of these makro pictures... the more I take of them, the more I love them. But, hey, judge for yourself!

Monday, April 12, 2010

Zugeschichten - Fortsetzung

Dass sich im Zug komische Käuze tummeln, da sind wir uns, so glaube ich wenigstens, einig.

Heute Morgen jedoch - der Brüller.

Ich finde eine Sitzplatz (lucky me!) und vis-à-vis hockt ein Chinese (ob er es wirklich war, weiss ich nicht - er hatte, sagen wir mal, "asiatische Gesichtszüge"). Bis zur ersten Haltestelle passiert nichts. Doch dann... OHNE WORTE ... beginnt er in seiner Nase zu grübeln. Nicht so ein "es ist mir peinlich, ich muss schnell etwas aus meiner Nase grübeln" sondern nein, mehr ein "mmmh, wo ist jetzt nur das Teil? grübel grübel grübel. Hier endlich gefunden." Dann nimmt er seinen Finger wieder raus und reibt mit Elan seine Hände aufeinander. Wääääähhhhh, was ist, wenn einzelne, mikroskopische Teilchen auf mich zufliegen?

Ich überlege: Was soll ich tun? Woanders hinsitzen? Geht nicht. Kein freier Platz. Stehen? Geht auch nicht (weil Absatzschuhe).
Also hocke stoisch weiter da und ignoriere ihn einfach. Die Fahrt dauert ja nicht lange und vielleicht steigt er ja aus???
Scheibe, falsch kalkuliert. Keine Haltestelle weiter geht's nochmals los. Grübel grübel grübel grübel bis man(n) "es" gefunden hat. Dann folgt wieder der Teil mit dem Hände rubbeln.

Oh my, oh my. Wann kommt endlich meine Endstation?

PS: Der Cowboy sass übrigens heute wieder da. Soll ich ihm den Weg zurück in die Prairie zeigen????

Sunday, April 11, 2010

Frühlingsputzete

Mann, bin ich geschafft. Seit heute Morgen um 10 Uhr war ich jetzt dran - FRÜHLINGSPUTZETE. Das Hard-Core-Programm versteht sich (einmal im Jahr gehört sich das): Von alles Abstauben (auch die hinterste Ecke, versteht sich), über Staub saugen, Fenster putzen und alles Auf- und Wegräumen.

Da war ich gleich so im Putzfieber, dass ich sogar meine Yucca-Palme abgestaubt habe (die Blätter waren schon bald nicht mehr grün sondern mehr so hellgrau GRINS) - natürlich mit Glanzpolitur. Sie ist jetzt wieder ein ganz schöne.
Und zu guter Letzt habe ich dann auch die Wintersachen weggeräumt.

Die sauberen Fenster erlauben mir nun wieder einen klaren Blick auf die Welt, äh, auf die Nachbarschaft und wenn ich so die blühenden Sträucher und Bäume sehe, denke ich: So, nun ist der Schöbi ready for summer.

You didn't habe any doubts, did you?

Tuesday, April 6, 2010

Morgens im Zug

Ich fahre ja jetzt morgens wieder Zug. Zumindest drei Tage die Woche. Ehrlich, auf diesen S-Bahnen tummeln sich am Morgen die kurligsten Leute. Finde ich.

Heute Morgen, beispielsweise.

Der Zug hält, ich drücke auf den grünen Knopf und warte, bis die Tür aufgeht. Da spüre ich neben mir eine Person. Schaue runter (hatte Schuhe mit Absätzen!). Ein Ömi, keine 1.55m gross, drängt sich neben mich und will schon ganz ungeduldig nochmals auf den grünen Knopf drücken. Ich schaue sie mit erstaunten Augen an (und da anscheinend in meinen Augen immer zu lesen ist, was ich von der Person vis-à-vis denke, hat sie es sicher gecheckt!), da geht schon die Tür. Ist das nicht unglaublich? Achtzig Jahre alt (ich schwör's) und immer noch geht es nicht zu schnell. Sie hat mich dann noch nett angelächelt, da habe ich ihr ihre Ungeduld verziehen.

Im Zug finde ich einen Platz (!!) und schaue umher. Da sehe ich eine Cowboy. Ehrlich! Ich fühlte mich für eine Sekunde lang nach Amerika zurückversetzt. Zum Glück war sein sonstiges Outfit nicht nach Wilder Westen Art (wobei die Jeans nicht fehlten), aber der Hut war echt. Beim Aussteigen stand der Herr gleich vor mir, somit konnte ich den Hut genau studieren (ihr kennt mich! Lasse mir nie eine Gelegenheit entgehen GRINS). Der Hut war beige und hatte so eine Einfassung - Klartext: Der hat viel gekostet. Was macht ein Schweizer mit einem Cowboyhut? ODER. Sollte es ein Amerikaner gewesen sein: Was macht ein Ami morgens um halb neun in der Zürcher S-Bahn?

Am lustigsten finde ich die Studis. Die weiblichen Exemplare sind aufgemotzt. Keine Zweifel. Aber die männlichen? Die sehen aus, als ob sie DIREKT vom Bett an den Bahnhof resp. Zug gebeamt wurden. Haare nicht frisiert, Augen noch verschlafen, vom Outfit sprechen wir mal nicht :-) Mir tun dann vor allem die Mitstudenten und die Lehrer leid. Möchtet ihr neben so einem sitzen?

Monday, April 5, 2010

Happy (After-)Easter!

Hopefully you haven't eaten too much chocolate??

Friday, April 2, 2010

About strawberries and tulips...


Even though yesterday morning I woke to a pretty silent day (because it had snowed over night - can you believe it? Fortunately the snow had disappeared by midday!), I decided to buy some strawberries (first of this season). I addooorrreee strawberries! It's still early in the season and unfortunately they didn't have much "gusto" but strawberries are strawberries nevertheless...
Eating strawberries without looking at some tulips isn't giving me a good spring feeling and therefore I needed to have some. Yellow and bright they are now making my day! I had to wait until the end of March (remember my blog in January?) but I finally got my tulips.
Life is also about being patient, don't you think?