Friday, January 28, 2011

Neffentag

Heute hatte ich einen Neffentag. Wir waren Bob fahren, dann Auswärts Zmittag essen (Schnipo - was sonst?), Nachmittag spielen mit Lego und Camions (aaah, es sind eben Jungs) und dann noch zusammen Abend essen.

Als ich mich dann nach weiss ich wie vielen Stunden am Verabschieden war, fragte mich der Grosse (drei Jahre alt): "Zia, wohin gehst du?"

Ich: "Nach Hause."

Er nickte mit dem Kopf und sagte: "Mmh."

Dann ich: "Willst du mitkommen? Du könntest ja bei mir schlafen."

Intensiver Blick, was bei ihm heisst: "Moment, ich bin am Überlegen."
Dann: "Hast du denn da Spielsachen?"

Ich: "Nein, leider nicht."

Er blieb stumm, doch sein Blick sagte: "Schade, Zia! Daran musst du noch arbeiten!"

Monday, January 24, 2011

Erste Schritte

Wie ihr wisst, bin ich am Denken und am Fühlen dieses neuen Jahres 2011. GRINS

Wir ihr wisst, denke ich, es wird super werden (und so wie ich es rundherum höre, geht es nicht nur mir so - ist das nicht wundervoll?).

Heute ist der erste Tag der vierten Woche dieses neuen Jahres und es hat sich (ausser gedanklich und gefühlsmässig) noch nicht viel getan.
Egal, das Leben hat mir gezeigt, dass es Zeiten gibt, in denen ich sehr aktiv und nach "draussen" funktioniere und dann wiederum gibt es Zeiten, die sind mehr nach "innen" gerichtet und in denen ich weniger aktiv bin. Das macht ein so genanntes "ausgeglichenes" Leben aus. Seit ich das akzeptiert habe, lebe ich viel besser.

Doch wenn ich aber genauer nachdenke, hat sich in diesen vier Wochen trotzdem was getan. Ich bekam einen geschäftlichen Vorschlag, über den ich nachdenke (und sehr wahrscheinlich annehmen werde), und dann meine erste Reise im 2011: Der Schöbi geht nach MILANO. Keine Shoppingtour. Nein, nein. Ausschliesslich Kultur. NUR Kultur. Kirchen, Museen, Architektur. Viele Fotos (die ihr dann auch sehen werdet). Can't wait.

Tuesday, January 18, 2011

Reden? Talk? Parlare?

Letzte Woche im Gym ist es mir wiedermal aufgefallen. Immer noch letzte Woche im Museum auch.

Wir Frauen können ENDLOS reden.

Eigentlich dürfte ich sowas gar nicht schreiben, weil ich erstens selber eine Frau bin und zweitens selber SEHR gerne rede.

Aber es gibt eben reden und reden.

Das erste Reden ist das, was frau mit einer Freundin macht. Frau spricht über ihre Gefühle, über die neuste Diät, über den neusten Fummel, den sie gekauft hat. Und tausende andere Themen. Am liebsten bei einem Glas Wein oder noch besser bei einem feinen Mahl. Ehrlich, es gibt fast nichts Inspirierendes, als ein gutes Gespräch. Wobei ich jetzt ganz fair sein und bestätigen muss, dass solche Gespräche auch mit einem männlichen Vis-à-vis stattfinden können. Ebenso inspirierend und seine Inputs lassen andere Gehirnteile zum Nachdenken bringen, weil Männer die Welt anders sehen.

Leider gibt es auch das zweite Reden. Das geht mir TOTAL auf den Wecker. Wenn Wiiber einfach nur balabbern. Wie eben letzte Woche im Gym oder im Museum.
Im Gym waren es zwei Frauen, auf den Cardio-Dinger gleich neben meinem. Oh Mann. Bla di bla, bla di bla. Und so laut, dass ALLE ihre Probleme mitbekamen (ich sogar durch die Musik in meinen Ohren). Glücklicherweise musste nach zehn Minuten die eine zurück ins Büro, sonst hätte ich mir eine bissige Bemerkung oder einen giftigen Blick nicht verkneifen können.
Im Museum war es aber noch schlimmer. Ich war an der Ausstellung im Landesmuseum (Soie Private) und vor mir auf dem Rundgang waren vier ältere Damen, die sich, wieder lautstark, über jedes Pipi-Ding austauschen mussten. Ehrlich, es ist ja schön zu wissen, dass unsere Gesellschaft intelligente Frauen aufweisen kann, aber muss das wirklich jeder mitbekommen?

Manchmal gilt eben schon: weniger ist mehr!

Saturday, January 15, 2011

Richtig stellen

Wisst ihr noch, als ich mich wunderte, warum meine Tante ihre Wäsche auch im Winter raushängt?

Tja, die alte flitzige Dame wusste es wiedermal besser als ich, denn heute las ich in einem Deutschen Frauenmagazin folgendes:

"...Keine Sorge, wenn nasse Handtücher im Winter bretthart auf der Wäscheleine hängen - die trocknen! Man nennt dieses Phänomen Sublimation: Bei Temperaturen unter null Grad gefriert Wasser zunächst und verdunstet dann, ohne vorher noch mal flüssig zu werden. Das geht mitunter sogar schneller als in warmen Räumen. Denn dort bleibt die Wäsche wegen der extrem hohen Luftfeuchtigkeit manchmal tagelang klamm, weil die Luft bereits mit Wasserdampf gesättigt ist."

Zia, ich bin wiedermal beeindruckt!

Monday, January 10, 2011

2011

Die armen Weihnachtsbäume. Eben noch waren sie der Mittelpunkt unserer Gedanken und unserer Familienfeste und dann auf einmal stehen sie, ausgetrocknet und meist ganz alleine (auf dem Foto ist die Ausnahme zu sehen) auf dem Gehsteig, um von der Grünabfuhr in den Tod gefahren zu werden. Die armen Schätzis. Jedes Jahr tun sie mir irgendwie leid. Andersum ist ihr Leben vielleicht gar nicht so schlecht: kurz und pompös, denn wer kriegt schon so viel Schmuck auf einmal zu tragen? :-)

Wenn die ausgetrockneten Weihnachtsbäume die Gehsteige schmücken, weiss ich immer, jetzt ist definitif Januar. Januar = Neues Jahr. That makes me think (yes, I know, the usual thing with me!!). Dezember ist hektisch und schnell und meist drehen meine Gedanken um anderes (es geht meist um abschliessen). Dann kommt der Januar. Dunkel und lang. Dieses Jahr haben wir 5 Samstage darin. Ich habe gelesen, dass dies nur alle 800 Jahre oder so geschieht. Amazing, isn't it? Und weil der liebe Januar so lange und so dunkel ist, eignet er sich perfekt, um sein Jahr vorzubereiten. Draussen ist ja nicht die Hölle los (weil Winter) und demnach kann ich mir in der warmen Stube Gedanken über mein (zukünftiges) Leben machen.
Nicht in einer depressiven Art und Weise natürlich.
Positif. Freudig.
Mir gefällt das.
Dieses Jahr spüre ich Neuigkeiten, aber diejenigen unter euch, die mich gut kenne, werden sagen: Was ist neu?
Stimmt. Neuigkeit sind in meinem Leben nicht neu. Was aber nicht heisst, dass ich keine Neuigkeiten mehr will. Oder suche. Neues ist gut. Finde ich. Neues gibt pepp. Finde ich. Neues ist lässig.
Im Januar steht einen irgendwie die ganze Panoplie von Möglichkeiten offen. Was soll es sein? Ein neuer (bei mir heisst dies zusätzlicher) Job? Einen Mann? Neue Freunde? Eine Reise? Mehrere Reisen? Schreiben? Fotografieren?
uuuuhh, es ist aufregend.
Spürt ihr es nicht auch?

Friday, January 7, 2011

Bad

Der Schöbi ist also wieder in Schwiizer-Ländli. Vollgepackt (mit Kleidern, Schuhen und Sonstigem) und glücklich, diese Tage in Italien verbracht zu haben.
Gestern, nach einer 7-stündigen-Reise (neuer Schöbi-Rekord - es hatte GAR keinen Verkehr, da in Italien Feiertag) schleppte ich zuerst meinen sehr sehr schweren Koffer (und various andere Taschen) in mein Zimmer. Nach dieser Anstrengung war eine Dusche angesagt. Und da musste ich lachen.
Das muss ich euch noch erzählen.

Meine Tante besitzt dieses alte (aber gut erhaltene) Haus, das im alten Teil des Dorfes liegt. Wahrscheinlich wurde es so um 1300 gebaut (ich weiss es nicht genau). Sie haben das beste aus der Hütte gemacht und die alten Mauern spenden im Sommer angenehme Kühle und halten im Winter die Kälte draussen. Wirklich super.
Aber das Badezimmer, das sollte ihr sehen. Nein, besser. Erleben. Das muss man/frau erleben. Meine Grosseltern haben es bauen lassen, unter dem Dach. Durchschnittlich Höhe des Raumes: circa 1.50 Meter (tiefste Stelle). Wenn ich den Raum betrat, musste ich immer den Kopf ducken (ein paar Mal spürte ich den Türrahmen auf meinen Kopf). Die sanitären Anlagen sind alle neu und gut erhalten, aber die Badewanne ist ... einen Meter lang. Zum Brüllen. Als Kind fand ich diese Art Badewanne immer der Hammer (sie sind üblich in den alten Häusern), weil man darin sitzen kann (es hat eine Stufe in der Wanne). Aber als erwachsene und nicht klein gewachsene Frau ist diese Badewanne eine ... Herausforderung. Ich sass also drin (stehen ist unmöglich, weil mein Kopf die Abschrägung berührt), meine Knie auf Kinnhöhe und duschte. Und grinste vor mich hin.
Meine Tante und meine Cousine sind beide nicht grösser als 1.50 Meter und demnach ist dieses Bad ideal für sie. Aber für eine wie mich?
Zum Kaputtlachen.
Deshalb musste ich gestern lachen, als ich hier duschte ... ohne mein Kinn auf meine Knie zu stützen. GRINS
Ist das nicht herzig?

Tuesday, January 4, 2011

Frisoer

Ihr wisst, jedes Mal, wenn ich in Italien bin, muss ich zum Frisoer. Nicht nur, weil der Service hier viel viel viel billiger ist, als in der Schweiz, aber auch weil sie mir hier die Haare wirklich GERADE foehnen. GERADE GERADE. Nicht mit komischen Loeckli oder whatever. Meine Haare sind dann immer sturm- und wetterfest.

Letzte Woche war ich beim Figaro in Cattolica, dort, wo ich im Sommer immer hingehe und habe mir das ganze Programm machen lassen: waschen, schneiden, faerben und foehnen.

Hammer!

Heute waren die Haare ein wenig fettig und ich hatte keine Lust auf Haare waschen zu Hause, also ging ich zum Frisoer, wo meine Tante immer hingeht. Eine aeltere Dame, die anscheinend im Dorf bekannt ist fuer ihre Foehnfrisuren. Da ich meiner Tante traue (sie ist eine flitzige Dame, believe me!!), ging ich da hin.
Die Kuenste der Dame waren super und meine Haare perfekt. Aber der 3/4-stuendige Aufenthalt von heute Morgen ist ein Eintrag in diesem Blog wert.
Warum?
Weil die liebe Frisoese KEIN EINZIGES WORT MIT MIR SPRACH. Eine Lady ohne Worte, im wahrsten Sinne des Wortes.
Im ersten Augenblick habe ich es ein wenig persoenlich genommen, doch spaeter erklaerte mir meine Tante, dass die Dame mit allen so sei. Anscheinend sei sie gerne Frisoese, aber sie hasse dummes Weibergeschwaetz.

Ehrlich, ihr haettet die Szene sehen muessen. Wir zwei alleine im Salon, wie stumme Fische. GRINS Gluecklicherweise brauchte sie die meiste Zeit den Foehn, da war wenigstens ein Geraeusch zu hoeren.

Ich werde diese Coiffeur-Session NIE vergessen.

Monday, January 3, 2011

I got myself another room with a view


The first picture shows what I see from my room when I look straight ahead. The second one is the street below (and my aunt's laundry that she hangs outside during wintertime as well!! Which quite impresses me because it takes days to get them dry...)

Saturday, January 1, 2011

Happy New Year

Wie ihr wisst, bin ich in Italien. Wie ihr wisst, wohne ich bei meiner Tante. Und wie ihr wisst, wohnt meine Tante, in einem Kaff, wo alle meine anderen Verwandten muetterlicherseits auch wohnen.

Uebersetzt heisst das, dass ich keine paar Schritte gehen kann, ohne dass ich auf einen Verwandten treffe.

Ich finde das der Hammer! Gut, ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich das genau ein paar Wochen im Jahr der Hammer finde. Muesste ich das jeden Tag leben - Gott bewahre mich :-) Aber jetzt finde ich das super.
So ging es mir natuerlich auch gestern. Ich war mit meiner Tante bei einer anderen Tante und um fuenf fuhren wir wieder nach Hause. Ich hatte vor, mich ein wenig auszuruhen, um ja fuer das Abendprogramm fit zu sein.
Tja, es kam anders.
Kaum zu Hause, klingelt es an der Tuer.
Meine Cousins M und A fragen, ob ich Lust auf ein Apero haette.
Apero? Sempre.
Also stuermen wir die Bar an der Piazza. Der eine Cousin bestellt Weisswein. Ein Glas, denke ich, vor dem Abendessen stoert nicht.
Wir amuesieren uns.
Dann bezahlt der zweite Cousin eine Runde. Ich sage, nein danke, denn ich muss fit sein fuer heute Abend. Er sagt, OK und keine paar Minuten spaeter steht ein frisches Glas Weisswein auf dem Tisch. Und weil ich keine Spielverderberin bin...
Langsam trudeln die Freunde meiner Cousins ein und wir lachen viel. Dann kommt ein dritter Cousin (der mit dem Gemueseladen - er schloss um sechs). Auch er heisst A. Er fragt, ob ich was trinken will. Ich wieder: Nein danke, ich muss fit sein fuer heute Abend. Keine paar Minuten spaeter steht wieder ein volles Glas vor meiner Nase.

Langsam habe ich es begriffen. Sie fragen, weil sie nett sein wollen, machen aber, was ihnen passt. Ich sage das laut in die Runde. Die drei schauen mich an, grinsen ihr breitestes Grinsen und zucken nur mit den Schultern.

Fazit: Auf dem Weg nach Hause war es schon sehr lustig!